Für die Freien Wähler Fernwald gehört die langfristige Sicherstellung der Trinkwasserversorgung zu den wichtigsten Aufgaben der laufenden Legislaturperiode. Die zunehmenden Trockenperioden der vergangenen Jahre sowie der aktuelle Sommer machen deutlich, wie dringend sich die Gemeinde mit der Zukunft ihrer Wasserversorgung befassen muss.
„Die Wasserversorgung ist Teil der kritischen Infrastruktur und damit eine Kernaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge. Wir müssen heute die richtigen Entscheidungen für die Zukunft treffen, bevor es zu spät ist“, betont Peter Holl, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler.
Die Freien Wähler begrüßen, dass die Gemeinde mit dem im Jahr 2023 aktualisierten Wasserversorgungskonzept bereits einen wichtigen Schritt unternommen hat. Insbesondere die vorgesehenen Sanierungen und Ertüchtigungen der gemeindlichen Brunnen sind aus Sicht der Fraktion ein wesentlicher Baustein zur Sicherung der Eigenversorgung und müssen konsequent umgesetzt werden.
Gleichzeitig reicht es nach Auffassung der Freien Wähler nicht aus, sich ausschließlich auf die bestehenden Maßnahmen zu verlassen. „Die derzeitige Brunnensituation muss kontinuierlich bewertet und an die veränderten klimatischen Rahmenbedingungen angepasst werden. Unser Ziel ist es, die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger dauerhaft sicher, unabhängig und wirtschaftlich zu gewährleisten“, erklärt Fraktionsvorsitzender Stefan Becker.
Dabei sollen alle denkbaren Möglichkeiten ergebnisoffen geprüft werden. Dazu gehören unter anderem:
- die konsequente Umsetzung des Wasserversorgungskonzepts 2025 einschließlich der Brunnensanierungen,
- ein möglicher Anschluss an die regionale Wasserversorgung,
- die Erschließung zusätzlicher Brunnen, sofern diese hydrogeologisch sinnvoll sind,
- die Erweiterung bestehender Anlagen,
- sowie weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Stärkung der Resilienz gegenüber längeren Trockenphasen.
Darüber hinaus unterstützen die Freien Wähler ausdrücklich Maßnahmen zum Wasserrückhalt in der Fläche sowie eine stärkere Nutzung von Brauch- und Nutzwasser, um wertvolles Trinkwasser dort einzusparen, wo dessen Qualität nicht erforderlich ist. Diese Ansätze werden auch von Hans Peter Schön, Ortsvorsteher Albach, als wichtige Bausteine einer zukunftsfähigen Wasserstrategie gesehen und verdienen aus Sicht der Freien Wähler eine vertiefte Prüfung.
Für die Freien Wähler steht fest: Es darf keine Denkverbote geben. Jede Maßnahme, die einen nachhaltigen Beitrag zur Sicherung der Trinkwasserversorgung leisten kann, muss sorgfältig geprüft und fachlich bewertet werden.
Die Gemeinde steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Die Folgen des Klimawandels sind auch in Fernwald zunehmend spürbar. Ein deutliches Zeichen dafür ist die seit Wochen auf Rot stehende Wasserampel. Umso wichtiger ist es, die Zukunft der Wasserversorgung jetzt mit höchster Priorität anzugehen. Nur durch eine vorausschauende Planung kann gewährleistet werden, dass auch kommende Generationen jederzeit auf eine sichere und verlässliche Trinkwasserversorgung vertrauen können.
Die Freien Wähler werden sich in den anstehenden Beratungen dafür einsetzen, dass dieses Zukunftsthema mit der notwendigen Ernsthaftigkeit, Transparenz und Weitsicht behandelt wird. Die Sicherung der Wasserversorgung ist eine Daueraufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge und erfordert sowohl die konsequente Umsetzung bestehender Konzepte als auch die Offenheit für neue und nachhaltige Lösungen.
